FDP München-Land fordert zum Jahresauftakt echte Reformen statt Wahlgeschenke

Susanne Seehofer mit Monika Bock
Susanne Seehofer, Präsidium der FDP-Bundespartei, und Kreisvorsitzende Monika Bock begrüßten zum Neujahrsempfang 

Mit klaren Worten und spürbarem Gestaltungswillen ist die FDP München-Land am 18  Januar 2026 mit ihrem Neujahrsempfang in Aschheim ins Jahr 2026 gestartet. Da deutlich mehr Gäste erschienen als angemeldet waren, mussten im Saal des Gasthauses zur Post kurzfristig zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Sieben Wochen vor dem Wahltermin stand der Austausch über Themen im Mittelpunkt, die die Menschen im Landkreis unmittelbar betreffen. Die Referenten präsentierten Best-Practice-Beispiele für den Wahlkampf. Der Kreisvorstand bot allen Ortsverbänden seine Unterstützung bei Social-Media-Kampagnen oder Plakatgestaltung an. Die Wände des Saales zierten rund 30 verschiedene Plakatentwürfe aus den über 20 Ortsverbänden der FDP im Landkreis München. 

Prägende Impulse setzte Susanne Seehofer, Mitglied des Präsidiums der FDP-Bundespartei. In ihrer Rede gab sie Einblicke aus ihren zahlreichen Gesprächen im ganzen Bundesgebiet und warb für eine Politik, die Prioritäten setzt und sich auf das Wesentliche konzentriert. Dabei fehlten auch kritische Seitenhiebe auf die Regierung Merz und den völlig ausgebliebenen ‚Herbst der Reformen‘ nicht.  

„Die Menschen erwarten Lösungen für ganz konkrete Probleme. Sie erwarten eine funktionierende Infrastruktur, gute Bildung, wirtschaftliche Stärke und einen handlungsfähigen Staat. Politik darf sich nicht in kurzfristigen Wahlgeschenken verlieren, sondern muss den Mut haben, echte Reformen anzugehen“, betonte Seehofer. Gerade in Städten und Gemeinden zeige sich, wie sehr fehlende Investitionen und übermäßige Bürokratie den Alltag der Bürgerinnen und Bürger erschweren.  

Von dem ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel stammt dazu das passende Zitat: „Wir dürfen nicht das tun, was populär ist, sondern müssen das Richtige tun und es populär machen.“ 

Zugleich unterstrich Susanne Seehofer den liberalen Anspruch, Verantwortung zu übernehmen: „Liberal zu sein ist eine Lebenseinstellung. Die Heimat aller Menschen, die Freiheit lieben, ist in der FDP.“ 

Auch der anwesende Staatsminister a. D. Martin Zeil machte diesen Anspruch deutlich. Beim Blick auf die Geopolitik und die Rolle Deutschlands erinnerte er mit einem Zitat von Hans-Ulrich Rülke, dem FDP-Vorsitzenden Baden-Württembergs, an den liberalen Kernauftrag:  
 
„Steh auf, wenn Du ein Liberaler bist und verteidige die Freiheit immer und zu jeder Gelegenheit.“ 

Die Kreisvorsitzende der FDP München-Land, Monika Bock, stellte die kommunale Ebene in den Mittelpunkt: „Ob Kinderbetreuung, Mobilität, Wohnen oder wirtschaftliche Entwicklung – viele der Entscheidungen, die das tägliche Leben prägen, fallen direkt hier im Landkreis. Lasst uns also im Wahlkampf den Menschen an den Infoständen und auf den Straßen genau zuhören, wo sie der Schuh drückt. Denn auf vieles können wir im Kreistag und auch in den Gemeinderäten direkt Einfluss nehmen.“ 

Die FDP München-Land hat diesen Anspruch vor kurzem auch konkret unterstrichen und einen Antrag zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder im Landkreis München eingebracht. Dieser Anspruch gilt ab Beginn des kommenden Schuljahres im August 2026. Die FDP fordert unter anderem eine transparente Bedarfsplanung, ausreichende Betreuungsplätze in allen Gemeinden sowie verlässliche Angebote für Ferienbetreuung und Kinder mit besonderem Förderbedarf. Laut jüngsten Zahlen aus den Gemeinden klaffen Anspruch und Wirklichkeit hier oft noch sehr weit auseinander. 

Der Neujahrsempfang machte deutlich, mit welchem Engagement die kommunalen Liberalen in das Wahljahr gehen: Die FDP München-Land sieht sich gut aufgestellt und sehr motiviert, liberale Werte wie Freiheit, Verantwortung und Leistungsbereitschaft gerade jetzt offensiv zu vertreten – überzeugt davon, dass sie mehr denn je gebraucht werden. Die Plakate in leuchtendem Gelb, strahlendem Blau und kraftvollem Magenta sind bereits vorbereitet und auch die gelben Mützen, die im Winterwahlkampf nicht nur der Kälte trotzen, sondern auch ein gutes Erkennungszeichen der Straßenwahlkämpfer sind.  

Im Anschluss an den offiziellen Teil herrschte ein reger Austausch zwischen den Gästen, unter denen auch viele waren, die nicht der FDP angehören, aber Interesse am Austausch mit den Liberalen zeigten. Sie waren herzlich willkommen!