FDP-Vorstoß für Solardächer beim Autobahnausbau erfolgreich
Der FDP-Kreisrat Dr. Manfred Riederle hat im Mobilitätsausschuss des Kreistags München einen wichtigen Erfolg erzielt. Der Ausschuss stimmte nicht nur dem geplanten Umbau des Autobahnknotens A99/A94 sowie der Verlegung der Kreisstraße M 18 zu, sondern sprach sich darüber hinaus dafür aus, bei dem flächenintensiven Ausbau auch Solardächer und weitere regenerative Energieträger zu berücksichtigen.
Auf Anregung von Dr. Riederle soll die Nutzung von Photovoltaik bereits bei der Planung des Neubaus mitgedacht werden. Bereits im Februar 2023 hatte die FDP im Kreistag unter Bezug auf bundesweite Pilotprojekte einen Antrag zur Prüfung von Solardächern über (Kreis-)Straßen eingebracht. Dieser war damals mit dem Hinweis auf hohe Kosten bei einem nachträglichen Umbau nicht weiterverfolgt worden. Beim Neubau hingegen kann eine Solarüberdachung von Anfang an integriert werden und verursacht damit deutlich geringere Mehrkosten.
Angesichts der veranschlagten Gesamtkosten von rund 665 Millionen Euro für den Umbau des Autobahnknotens A99/A94 fallen die zusätzlichen Kosten für eine Solarüberdachung kaum ins Gewicht. Der Verkehrsausschuss folgte der Anregung von Dr. Riederle schließlich einstimmig.
Auch auf Landesebene gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Die Bayerische Staatsregierung setzt inzwischen verstärkt auf Photovoltaik und will dafür ebenfalls vorhandene Straßenflächen nutzen. Wie der Bayerische Rundfunk im August vergangenen Jahres berichtete, verweist auch der Bayerische Ministerpräsident darauf, dass versiegelte Verkehrsflächen ein großes Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien bieten und neue Flächenversiegelungen vermeiden können.
Dr. Riederle erklärt dazu: „Wir waren mit unserem Vorstoß 2023 der Zeit voraus. Jetzt ist die Autobahn GmbH am Zug, den Vorschlag beim Umbau des Autobahnknotens A99/A94 umzusetzen.“